Montag, 24. Oktober 2016

Läuterung

»Denke, daß alle (die rings um dich leben) die Aufgabe haben — so ist es ja wirklich —, dich zu erproben, indem sie dich bearbeiten: der eine mit Worten, der andere mit Taten, andere endlich mit Gedanken. Und darin mußt du allen so unterworfen sein, wie ein Bildnis dem, der es meißelt oder bemalt oder vergoldet.«
Hl. Johannes vom Kreuz, Vorsichtsmaßregeln, 15.

Freitag, 21. Oktober 2016

Von der zwiefachen Wirkung


In gewohnt tiefgründiger wie leicht verständlicher Art hat der Scholastiker die scholastische Antwort auf Ihr Urteil gegeben, nämlich die des kaum noch gehörten Naturrechts. In dem Schaustück, in dem es um Schuld oder Unschuld eines Bundeswehrpiloten ging, der ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug abschoß, um einen Terroranschlag zu verhindern, wurden freilich nur aus konsequentialistischer und kantianischer Sicht argumentiert. Daß das Naturrecht in der Krise steckt ist eine Binsenweisheit, daß diese Entwicklung aber selbst katholischerseits als Triumph gefeiert wird, ist dagegen nur traurig. Schließlich gibt es nur durch die Gründung der Moral in der Natur des Menschen ein objektives Fundament der Ethik - aber natürlich geht es vielen gerade darum, dieses Fundament zu zerstören.

Eines hat der Scholastiker in seinem Beitrag aber nicht beschrieben - man kann auch nicht alles tun - nämlich die Möglichkeit der Verteidigung des Kampfpiloten aus naturrechtlicher Perspektive mittels des Prinzips der doppelten Wirkung.
Das erste Mal sprach wohl der Aquinate höchstselbst von einer zweifachen Wirkung, die aus einer einzigen Handlung folgt, als er die Legitimität einer gewaltsamen Selbstverteidigung behandelte. Indem ich dem Angreifer etwa eines mit dem Baseballschläger überbrate, verteidige ich mein Leben (gut), schade aber dem Angreifer (schlecht). Den Schaden des Angreifers nehme ich wegen des größeren Gutes in Kauf. Und darf das gewöhnlich auch tun, jedenfalls wenn meine Verteidigungshandlung verhältnismäßig ist. Nun muss man aber gar nicht in mittelalterliche Summen oder moraltheologische Handbücher schauen, und auch nicht unbedingt die gewaltsamsten Beispiele heranziehen, um das Prinzip der Doppelwirkung zu erklären. Daß eine Handlung mehrere Folgen hat, das begegnet uns im täglichen, immer komplexer verquicktem Leben nämlich ständig. In wir lösen das damit verbundene Problem zumeist ganz intuitiv richtig.

Starte ich meinen (mit Verbrennungsmotor betriebenen) Wagen, um zur Arbeit zu kommen, dann verpeste ich die Luft. Das ist schlecht. Zu fahren, um zur Arbeit zu kommen, ist aber gut. Ich nehme dieses kleinere Übel aufgrund eines größeren Gutes in Kauf. Offensichtlich betreibe ich ja meinen Verbrennungsmotor nicht, um die Umwelt zu schädigen. Jedoch bin ich der Ansicht, daß die guten Gründe, nämlich zu arbeiten, schwerer wiegen als die Umweltschädigung, die ich dabei, unbeabsichtigt, aber vorhersehbar, hervorrufe.
Anderes Beispiel: Ich gehe mit Zahnschmerzen zum Zahnarzt. Der fügt mir obendrauf noch Schmerz zu, wenn er den Bohrer ansetzt oder mir gar den Zahn zieht. Letztlich will er mir dabei aber nicht schaden (hoffentlich), sondern ein größeres Gut erwirken, nämlich meine zahnmedizinische Gesundheit.

Das Grundgesetz allen moralischen Handelns lautet: Bonum est faciendum et malum vitandum. Das Gute ist zu tun, das Üble zu meiden. Wie wir aber an den Beispielen sehen, kommen wir kaum umher, beim Tun des Guten auch irgendwie etwas Schlechtes anzurichten. Das Prinzip der Doppelwirkung will ein kohärentes System bereitstellen, um kompliziertere Gewissensfälle zu lösen, ohne vom genannten fundamentalen Moralgesetz abzuweichen.

Die Ethik hat schließlich das Prinzip der doppelten Wirkung kodifiziert und mit vier Bedingungen ausgestattet, die erfüllt werden müssen, damit eine Handlung mit guten und schlechten Wirkungen erlaubt sei:
  1. Die Handlung muß in sich selbst gut oder wenigstens indifferent sein.
  2. Die gute Folge muß unmittelbar aus der Handlung hervorgehen. Geht die gute Folge erst aus der schlechten hervor, dann ist die Handlung nicht erlaubt. Der Zweck heiligt nicht die Mittel.* 
  3. Der Zweck, die Absicht, muß sittlich gut sein. Die schlechten Folgen dürfen nicht beabsichtigt, sondern nur zugelassen werden.
  4. Es muß ein entsprechend wichtiger Grund vorliegen, der die schlechten Folgen aufwiegt.
Applizieren wir das auf das ursprüngliche Thema, den Abschuß eines zu Terrorzwecken gekaperten Passiergierflugzeugs, werden sich die Punkte weiter erhellen.

Der Scholastiker hat in seinem Beitrag ein Beispiel für eine in sich schlechte Handlung angeführt, das ich hier zitieren möchte:
»Ein Amerikaner kommt in ein Dorf in Südamerika, wo Soldaten der Militärjunta gerade zehn Personen festgenommen haben, von denen sie behaupten, dass es sich um Rebellen handelt und die gleich hingerichtet werden sollen. Der führende Offizier freut sich über den Besuch des Amerikaners und bietet ihm an, einen von den zehn Rebellen zu erschießen und dafür die anderen neun freizulassen, gewissermaßen zur Feier des Tages. Lehnt er dies aber ab, werden alle Zehn erschossen. Der Amerikaner kann also neun Menschenleben retten, wenn er eins tötet. Die Konstellation ist sehr ähnlich derjenigen des Films. Doch auch hier ist offensichtlich, dass der Amerikaner nicht verantwortlich für den Tod der zehn Personen ist. Verantwortlich ist allein der Offizier. Es gibt daher auch keine Handlungspflicht für den Amerikaner, er hat aber die Unterlassungspflicht, keinen Menschen zu töten.«
Der Amerikaner darf natürlich keinen der zehn Rebellen töten. Die direkt Tötung eines Unschuldigen ist immer wider die Natur, sündhaft und daher unerlaubt, eine in sich schlechte Handlung. Kommen wir zu Punkt 2, so ließe sich aber sagen, aus dem Übel folge eben ein größeres Gut, nämlich die Freilassung der Neun. Das ist aber unmoralisch, denn dann hätte der Zweck die Mittel, nämlich der Mord an einem Menschen, geheiligt.

Wie ist es aber jetzt bei dem Piloten? Er setzt niemandem die Pistole an den Kopf. Er schießt ein Flugzeug ab, eine zunächst einmal indifferente Handlung. Die gute Folge dagegen geht unmittelbar daraus hervor. Ist das Flugzeug zerstört, sind die 70.000 Menschen im vollbesetzten Stadion gerettet.
Ob die Tötung der Passagiere Mittel zum Zweck sind, lässt sich leicht anhand eines Gedankenexperiments herausfinden. Was wäre, wenn kein Passagier im Flugzeug säße? Das Flugzeug könnte immer noch abgeschossen und der Mord an 70.000 verhindert werden. Das ist keine Folge des Todes der Passagiere, so tragisch er auch wäre.
Beim dritten Punkt sollte auch alles klar sein. Wenn ein Übel kein Mittel sein darf, dann erst recht kein Zweck. Der Pilot will die Flugzeugpassagiere nicht töten, er lässt es "lediglich" zu.** Wenn aber ein sadistischer Zahnarzt mir Schmerz zufügen will, dann handelt er unsittlich - selbst, wenn damit ein größeres Gut bewirkt.

Am schwierigsten dürfte der vierte Punkt zu erklären sein. Zunächst schaut er einmal aus wie ein konsequentialistisches Addendum. Das ist aber keinesfalls so. Es geht hier nicht allein um eine Maximalisierung, ein reines Zahlenspiel. Es geht hier um Gründe, die gemäß der objektiven Seins- und Werteordnung abgewogen werden müssen. Für den Konsequentialisten zählt allein der zusammengerechnete Gesamtnutzen. Für den Naturrechtler zählt die relative Wichtigkeit der Gründe.

Für die 4. Bedingung des Prinzips der doppelten Wirkung wurden eine Reihe von Unterprinzipien aufgestellt, die die Findung des rechten Urteils erleichtern sollen. Würde die schlechte Folge ohne den Handelnden ebenfalls eintreten, wie in unserem Terrorbeispiel, dann kann der gute Grund auch kleiner sein. Würden sie ohne den Handelnden nicht eintreten, muss er größer sein. Hat der Handelnde eine Pflicht von Amtswegen, die Handlung zu setzen oder zu unterlassen? Und so weiter und so weiter. Die jahrhundertealte Erfahrung der katholischen Kasuistik bietet hier Leitlinien, gegen die kein noch so ausgeklügelter Konsequentialismus angekommen kann.

All die vielen weiteren Details auslassend, die über den Rahmen eines Blogbeitrages hinausgehen, lautet mein Urteil anhand der vier Bedingungen der doppelten Wirkung: Nicht schuldig.


*derartiges hat die "Jesuitenmoral", entgegen protestantisch-jansenistischer Anklagen, nie behauptet
** auch wenn der Unterscheidung zwischen Intendierung und Zulassung seit Pascals Karikierung in seinen Provinzlettern in die Kritik gekommen ist, ist es doch, man blicke nur zurück auf das Zahnarztbeispiel, eigentlich evident.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Der Helferin der Christen (2)

Zeugen sind die Echinaden,
Ion'sche Inseln, deiner Macht:
Heute noch in aller Munde
Lebt die Tat, die du vollbracht.

Kampfgerüstet gegenüber
Halten Schiffe, lang gereih't,
Und der Krieger Herzen glühen,
Lechzend nach dem wilden Streit.

Nun zum Angriff zieh'n die Reihen:
Hier Mariä Banner winkt
Himmelwärts, und dort der Halbmond
Drohend her und trotzig blinkt.

Gellend der Trompeten Schmettern
Zum Beginn des Kampfes tönt,
Schrecklich bis zum Sternenhimmel
fort und fort der Donner dröhnt

Der Geschütze. Meer und Ufer
Hallt und strahlt im Feuerschein.
Furchtlos hier und dort die Führer
Ihre Kampfbefehle schrei'n.

Da zerschmettert Rumpf und Ruder,
Klafft geborsten manches Schiff
Und versinkt im mächt'gen Strudel,
In des Meeres Gründen tief.

Leichen schleudert schrecklich rauschend
Weit umher des Meeres Flut,
Und der weiße Schaum der Wogen
Rötet sich von Menschenblut.

Doch des Sieges Wage schwanket:
Hier hemmt gleiche Kraft den Streit;
Dort bei gleichem Los und Ausgang
Tobet Kampf und Schlacht erneut.

Wieder schwankt das Glück der Waffen -
Seltsam! - Plötzlich wilderregt
Scheint und wirr der Türken Flotte:
Schrecken ihre Reihen fegt.

Und trotz ihrer Streiter Stärke,
Trotz der Krieger Uebermacht
Scheuet sie, von Furcht ergriffen,
Auszuharren in der Schlacht.

Wunderbar! Sie wankt und weichet
Jetzt und ziehet sich zurück
Und vertrauet Christi Streitern
An ihr Los und ihr Geschickt.

Hei! Juchhei! wie jauchzt der Sieger!
An die Ufer prallt und schallt
Ueberall Mariä Namen,
Den das Echo widerhallt.

Und die Völker schei'n zusammen
Bei des Sieges Wundermär',
Den die Lenkerin der Schlachten
Nun verlieh'n, die Jungfrau hehr,

Voller Huld; voran die Römer,
Denen Pius' weiser Mund
Kündete des Himmels Fügung
Just, als schlug des Sieges Stund'.

*

Jetzt erst ward Europa Frieden
Nach der Drangsal schwer verlieh'n,
Jetzt erst konnt' der Väter Glauben
Auf zu neuem Glanze blüh'n.

*

Doch was steht ihr, Spätgebor'ne,
Zaudernd da, ein feig Geschlecht? -
Würdig diesen Sieg zu feiern,
Jetzt zum Werk die Kräfte regt:

Wo die Schlacht sich zugetragen,
Soll am Strand ein Denkmal sein,
Himmelwärts ein Tempel ragen
Ganz aus heim'schen Marmorstein:

Dort im Tempel thron' die Jungfrau
Wie 'ne Königin im Glanz
Und gebiet' den Meereswellen
Um das Haupt den - Rosenkranz! -


Übersetzt von Bernhard BarthDes Papstes Leo XIII Sämtliche Gedichte nebst Inschriften und Denkmünzen. Köln: J.P. Bachem 1904, S. 92ff.

PS: Das Denkmal, zu dessen Bau Leo XIII. anregte, steht bist heute nicht.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Der Helferin der Christen (1)


Trefflicher Weise ward uns anlässlich des Rosenkranzfestes auf Löwenschwingen ein Gedicht des vorerst letzten Löwen auf dem Stuhle Petri* gebracht - eine Elegie Leos XIII. in zwei Teilen, ersterer gedenkt des Sieges über die Albigenser durch Dominikus, dem Guzmán, zweiterer des Sieges der christlichen Flotte über die Türken bei Lepanto. 
Zwar habe ich mich auch schon an Klopstockdistichen versucht, in denen ich das klassische Versmaß goldener Latinität Papa Peccis verdeutschen wollte ... ließ es dann aber in Anbetracht fehlender eigener Dichtkunst und der Länge des Werkes bleiben. Und, mal ehrlich und ganz unter uns: ist uns nicht echt teutsche Dichtung, die Reimpaare und vierhebige Quatrainen lieber als altklassische Metrik, wärmen sie das Herz nicht mehr als Hexameter und Pentameter, alkäische und sapphische Strophen? Gottlob gibt es eine derart'ge Übertragung schon und ich nenne sie mein eigen (und den Poetenpapst wird's sicher nicht stören, schließlich dichtete er im Italienischen auch stets in modernen Reimen). 

So also nun etwas verspätet - Rosenkranzmonat ist aber noch - in zwei Teilen das Elegeion von 1896: 

Der Helferin der Christen

Nun, o mächt'ge Jungfrau, leihe
Meiner Leier voll'ren Klang,
Daß zu deinem Preise klinge
Deiner hehren Siege Sang.

Denn du hast in alten Zeiten
Uns'ren Vätern Sieg verlieh'n:
Ließest lächelnd dann des Friedens
Engel durch die Lande zieh'n. - 

*

Frankreich, du hast es erfahren,
Als der finstern Hölle Macht
Dir mit Teufels List und Bosheit
Unheil und Verrat entfacht.

Da warst du des Tugendglanzes
Und des Glaubens Zierde bar.
Ach, wie deine alte Würde
Und dein Stolz gesunken war!

Strotzend vor dem Schmutz der Laster
Und Verirrung warst du voll,
Der, verpestend Land und Leute,
Wie 'ne Quelle floß und quoll.

Da erscheint die heil'ge Jungfrau.
Fern' aus dem hispan'schen Land
Ruft sie ihren frommen Diener,
Durch sein Wirken wohlbekannt.

Reichet dar ihm Rosenkränze
Voller Gnad' und Huld und spricht:
"Diese Waffen werden bringen
Frankreich Rettung, Heil und Licht!"

Und mit dieser Waffenrüstung
Zieht Gusmanus aus, der Held.
Betend schlägt er seine Schlachten,
Betend siegt er auf dem Feld.

Und die Feinde sind erlegen. - 
Schöner strahlt im Glanz aufs neu',
Reiner in der Gallier Lande
Wieder alte Glaubenstreu'. 

Übersetzt von Bernhard Barth: Des Papstes Leo XIII Sämtliche Gedichte nebst Inschriften und Denkmünzen. Köln: J.P. Bachem 1904, S. 92ff. Das lateinische Original findet sich z.B. in Joseph Bach: Leonis XIII P.M. Carmina. Inscriptiones. Numismata. Gleicher Verlag, 1903

* So richtig thronen auf den Stuhle Petri, in Berninibronze interniert, kann seit eben jenem Bernini freilich niemand mehr - ob's wohl was nützen würde, wenn ... ? 

Sonntag, 16. Oktober 2016

Dom Guéranger am Sonntag

»Wenn Gott nicht mit dem ist, der regiert, dann ist dessen Regierung nicht mehr als rohe Gewalt. Der Souverän, oder das Parlament, das vorgibt ein Land zu regieren wider die Gesetze Gottes, hat kein Recht als das Recht auf Widerstand und Verachtung eines jeden aufrechten Menschen. Tyrannenedikte mit dem heiligen Namen des Gesetzes zu bezeichnen ist eine Profanierung, unwürdig nicht nur eines Christen, sondern unwürdig eines jeden Menschen, der kein Sklave ist.«
Das Liturgische Jahr: Kommentar zum Evangelium des XXII. Sonntags nach Pfingsten.  

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Die Religion der Humanität

»Die Welt der politischen Realität gehört in das Reich der Vernunft, die Religion dagegen in das irrationale Reich des Glaubens. Nichtsdestotrotz lehrt die säkulare Ideologie eine Reihe von heiligen Wahrheiten; sie beinhalten die der Freiheit und Gleichheit, beide bestimmt als selbstevident. Darunter stehen gewisse furchtbare Sünden, für die es keine Vergebung gibt. Es ist z.B. sündhaft, zu glauben, daß eine Rasse oder ein Geschlecht dem anderen überlegen sei, oder auch nur irgendeinen Unterschied zwischen ihnen zu bemerken. Die Freiheit der Rede ist Dogma, aber manch totalitäre Theorie zu anstößig für fromme Ohren. Das ist allerdings nur wahr (und der Gläubige muss diesen Mysterien gehorsame Zustimmung entgegenbringen), wenn es sich dabei um faschistische Theorien handelt, begründet auf nationalen Überlegungen, nicht aber, wenn es sich um sozialistische Theorien handelt, basierend auf den Ideen der Klasse. Während alle Männer und Frauen gleich sind, gibt es bestimmte Berufungen, die eine besondere Sakralität genießen. Darum wäre es ruchlos, vorzuschlagen, daß Nationen auf andere Weise regiert werden sollten, als durch heilige Versammlungen professioneller Politiker. Ebenjene müssen sich, wie es ihrem hieratischen Stand geziemt, besonders rein halten von Gedankenverbrechen – fehlen sie, so sind sie eo ipso Excommunicati. Gleichfalls heilig ist das Priestertum der Journalisten und anderer, die Wache halten wider die benannten Ketzereien.« 
H.J.A. Sire: Phoenix from the Ases - The Making, Unmaking an Restoration of Catholic Tradition. Angelico Press 2015, S. 352f.  

Dienstag, 11. Oktober 2016

Das Keuzesopfer, das Meßopfer, die allerseligste Jungfrau

Vor einiger Zeit begegnete mir in dem Band, der Sebastian Tromps* Lebenswerk (sieht man nun ab von der Editierung der opera oratoria Bellarmins) abschloss, nämlich im vierten Teil seiner Ekklesiologie Corpus Christi quod est Ecclesia über die Jungfrau-Gottesgebärerin, das Herz des Mystischen Leibes ... eine Tabelle, welche die Stellung der Gottesmutter unterm Kreuze anhand eines Vergleiches mit der Stellung der Christgläubigen in der hl. Messe anschaulich machen soll. Das wollte ich nun auch der werten Leserschaft nicht länger vorenthalten.


*der hier schon öfter Erwähnung fand.
entnommen und übertragen aus Corpus Christi quod est Ecclesia, Pars Quarta: De Virgine Deipara Maria Corde Mystici Corporis. Rom: Gregoriana 1972, S. 179f.