Donnerstag, 14. Januar 2016

Miterlösung mit Pfeilen erklärt (oder: Coredemptrix für Dummies)



... und einen Text gibt es in Bälde noch dazu!

Johannes Brinktrine: Die Lehre von der Mutter des Erlösers. Paderborn: Schöningh-Verlag 1959, S. 104.

Kommentare:

  1. ABER... Ist der Pfeil zwischen "genus humanum" und "Maria -> Jesus" nicht etwas irreführend?
    Hat das alte Menschengeschlecht Maria hervorgebracht, wo sie doch ohne Erbsünde empfangen wurde?

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    1. hmm... und welchem Geschlecht entstammt Maria dann? Bzw. was wäre denn der Sinn von Menschwerdung bis Erlösung, wenn beide einem Nebengeschlecht entstammen würden...? (oder versteh ich dich jetzt falsch?)

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    2. Ganz genau. Sicherlich ist die Makellose Erstlingsfrucht des Erlösungswerkes, der neuen Schöpfung ... aber bleibt sie doch das Röslein aus der Wurzel Jesse, und Christus kann nur im Vollsinn neuer Adam sein, wenn der alte Adam der Erste seines menschlichen Stammbaums ist. Er hat unsere Natur angenommen, nicht eine andere, neue, fremde. Freilich hätte das göttliche Wort auch einen neuen menschlichen Leib aus dem Nichts erschaffen können ... er hat aber erwählt, in unser Geschlecht mit all seiner Niedrigkeit hineingeboren zu werden. Das ist das große Weihnachts- und Epiphaniegeheimnis.

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    3. Ich meinte viel mehr ob Maria nicht auch bereits zum "novum genus humanum" gerechnet wird?

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    4. Jein. Wie Adam und Eva Wurzel der alten, gefallenen Menschheit sind, so sind Jesus und Maria die Wurzel der neuen, erlösten Menschheit. Aber die Erlösung Mariens hat einen eigenen Modus, der nicht nur von der Zeit gilt, sie ist vorerlöst, auch die innere Natur dieser Erlösung ist von der der anderen Menschen verschieden. Die Gottesmutter ist durch den Willen Christi auf vorzüglichere Weise erlöst, als alle übrigen Menschen.

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    5. Aber eben durch diese Vorerlösung finde ich diesen Pfeil so irreführend... Nicht, weil ich meine das sie einem anderen Geschlecht entspringt, sondern weil sie eben anders behandelt wurde als die übrigen Menschen. Aber gut, er ist ja nun mal da und hat wohl seine Daseinsberechtigung. ;-)

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    6. Es geht hier um eine ganz andere Ebene ... der fleischlichen Nachkommenschaft Adams und Evas, der alle(!) Menschen angehören, wird die geistliche Nachkommenschaft Jesu und Mariens gegenübergestellt ...

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    7. Was der junge Mann meint, ist, auch wenn sie anders behandelt wurde, werden musste, ist sie ja...."genetisch" trotzdem ein normaler Mensch. Deshalb der Pfeil.

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  2. Auch das ist mir durchaus bewusst.
    Vielleicht wollt ihr mich auch einfach nicht verstehen, aber das ist schon okay... Ich denk mir meinen Teil und gut ist. ;-)

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    1. Nein, nein! Nicht einfach "gut ist"... das gilt nicht! Das will ich jetzt klären, da ich dich, offenbar, tatsächlich unwillentlich nicht verstehe! :-)

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  3. Senf. Der Anteil Unserer Lieben Frau am Erlösungswerk kann niemals auf eine solche qualitative Stufe gehoben werden, dass der Begriff Co-Redemptrix, fasst man ihn nicht nur als marianischen Schmeichelschmonz, ernsthaft vertretbar wäre. Da können die Maximarialen noch so viele nette Pfeilchen malen ...

    Außerdem scheint mir das fast wie ein Beschneiden der Würde Mariens, die erste an Seele und Leib vollauf Erlöste Ihres Geschlechtes zu sein.

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    1. Nachtrag: Vielleicht, man sehe es nach, etwas heftig gesprochen; aber mir geht die hyperventilierende Marienemphase in unseren Kreisen zunehmend auf den Sender.

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    2. ...numquam satis! :-)

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    3. Quod erat expectandum, verehrter Kollege ... ! ;-)

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    4. https://coelifluus.wordpress.com/2015/09/12/marian-creed/

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    5. In der Tat: Man kann Maria ... numquam satis ... ehren und selig preisen: als jene ruhmwürdige ancilla Domini, der geschehen ist gemäß dem Ratschluss Gottes.

      Doch gilt auch, das "numquam satis" mit Vorsicht zu genießen - es ist immer schnell bei der Hand, um Unserer Lieben Frau die unmöglichsten Sachen in die Schuhe zu schieben ... ;-)

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    6. Ich werde nochmal an anderer Stelle zumindest ein paar Worte dazu verlieren. Zu den Einschränkungen des "numquam satis" äußerte sogar ich mich mal in der Vergangenheit ...

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