Mittwoch, 20. Januar 2016

Der vollkommene Soldat

Deus, qui per beatissimum Sebastianum Martyrem tuum, turoum fidelium animos roborasti: dum tibi illum latentem sub chlamyde terrena imperii, militem perfectum exhibuisti, fac nos semper in tuis laudibus militare: os nostrum arma documento justitiæ: cor illustra tuæ dilectionis amore, atque carnem nostram erutam libidine clavis tuæ crucis adfige.
O Gott, der Du durch Deinen heiligen Martyrer Sebastian den Herzen Deiner Gläubigen Stärke verliehen hast: da Du ihn, während er verborgen war unter dem Kriegsmantel eines irdischen Befehlshabers, Dir selbst als vollkommenen Soldaten aufgestellt hast: lass uns immer zu Deinem Lobe streiten, bekräftige unsere Kampfesrede mit der Lehre Deiner Gerechtigkeit: erleuchte unsere Herz mit der Liebe Deiner Liebe, und nach der Befreiung unseres Fleisches von der Begierlichkeit, hefte es an Dich mit den Nägeln Deines Kreuzes.
Text: Oration aus dem Missale Gothicum.
Bild: Aufgenommen in Herz Jesu, Pfersee. Augsburg feiert bis zum Sonntag Sebastiani-Oktav in der ehemaligen Kapuzinerkirche St. Sebastian. 

Kommentare:

  1. "...hefte es an dich mit den Nägeln deines Kreuzes" Großartig! Überaus eindrücklich! Was könnte man sich mehr wünschen...?

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    1. Ich kann Dir übrigens die Missa De Lancea Et Clavis Domini ans Herz ... heften!

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  2. Hast Du keine Lust mehr zu bloggen? Die vorlesungsfreie Urlaubszeit ist doch erst vom 7. Februar bis zum 31. März.
    Ich hatte gedacht, bei Dir antwort auf so wichtige Fragen wie: „Wie ist das nun liturgisch korrekt mit der Fußwaschung?“ zu bekommen, weil ich einmal gesagt habe, ich lese den Denzinger.
    Ich habe natürlich verschwiegen, dass der Denzinger, den ich lese, nicht die dicke Schwarte ist, sondern der Blog eines fleißiger Studenten der Liturgiewissenschaft ist.
    Na ja, vielleicht ist ja auch showdown und Du büffelst für Klausuren.
    Alles Gute und viel Erfolg.

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    1. "Fleißiger Student der Liturgiewissenschaft" - klasse, das kommt auf die Visitenkarte!
      Ansonsten würde ich sagen, dass zur liturgischen Fußwaschung korrekterweise zuallererstens das Sockenausziehen von höchster Wichtigkeit ist. Vorzüglicherweise am besten den Fuß vorher waschen und etwaige Flusen säuberlichst entfernen.

      Aufgrund vielerlei Verpflichtungen zwischen Altar und Kathedra ist das Blogschreiben (und ich gebe zu, etwas Lust daran fehlt mir auch) gerade etwas schwierig, aber ich schau mal, ob sich am Wochenende was machen lässt.

      Vielen Dank für die lieben Wünsche!

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    2. Das mit der Unlust kann ich nachvollziehen. Die fehlt mir seit Oktober (2008 :) )
      Wasche Dir die Füße, ziehe sauber Socken an und gehe Deinen Vepflichtungen nach

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  3. Den Fuß vor der Fußwaschung waschen? :-D Mensch, und ich dachte, dadurch könnte ich mir genau das ersparen! ;-)

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