Sonntag, 6. Dezember 2015

Die Kollekten des Advent und ihre Übersetzungen - 2. Sonntag


Ich kann mal wieder auf meine Serie vom vergangenen Jahr verweisen, die sich in besonderer Weise der Kollekte widmete.

Schott:
Rüttle auf, o Herr, unsre Herzen, auf dass wir Deinem Eingeborenen die Wege bereiten und Dir zu dienen vermögen mit einem Herzen, geläutert durch die Ankunft Dessen, der mit Dir lebt und herrscht ...
Bomm:
Herr, wecke unsere Herzen auf, Deinem Eingeborenen die Wege zu bereiten; so möge die Feier Seiner Ankunft uns dazu führen, daß wir Dir lauteren Geistes dienen.
1965er Meßbuch:
Wecke auf unsere Herzen, o Gott, daß wir deinem eingeborenen Sohn die Wege bereiten; seine Ankunft möge uns im Innersten läutern und uns würdig machen für deinen Dienst.
Schenk:
Herr, rüttle unsere Herzen auf, daß wir Deinem Eingeborenen die Wege bereiten; durch seine Ankunft möge unser Inneres geläutert werden, daß wir Dir treu dienen können. 
Erzpr. Stephan:
Rege, o Herr, unsere Herzen an, dass sie für deinen Eingeborenen den Weg bereit halten, damit wir infolge seiner Ankunft einen geläuterten Sinn bekommen und dir alsdann mit geläutertem Inneren dienen können.
P. Ramm:
Rüttle auf, Herr, unsere Herzen, Deinem Eingeborenen die Wege zu bereiten, damit wir, durch seine Ankunft, Dir mit geläuterten Herzen zu dienen vermögen.
1975er Meßbuch: (Donnerstag in der zweiten Adventwoche)
Rüttle unsere Herzen auf, allmächtiger Gott, damit wir deinem Sohn den Weg bereiten und durch seine Ankunft fähig werden, dir in aufrichtiger Gesinnung zu dienen. 

Kommentare:

  1. Die Kollekten im Advent sind ganz andere:
    1. Advent (29.11): Aufstellen des Opferstocks f. Adveniat
    2. Advent (6.12): für die Jugendseelsorge
    Weihnachten (25.12.): Adveniat
    Stephanus (26.12): Förderung von Priesterberufen
    In d. Weihnachtszeit: Weltmissionstag der Kinder

    *flöt*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. :-D

      Schüttle aus, mein Herr, Deiner Kirche die Taschen ...

      Löschen
  2. "fähig werden" ... mal abgesehen, daß man 1975 inhaltlich etwas danebenstapft, hätte man in dieser Buchhalter-Manier Gott eingangs dann auch gleich um "Fortbildung" statt ums Aufrütteln bitten können ... ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ;-)

      Aber schon erstaunlich, wie man innerhalb weniger Jährchen das Übersetzen verlernen konnte ...

      Löschen
  3. Ach… nochwas:
    Ich rege an, so wie man von „dem Schott“ spricht, in Zukunft auch von „dem Ramm“ zu sprechen.

    :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nehme die Anregung auf. :-) Ich war mir bislang auch noch nicht sicher, ob er im Diurnale und "Ramm" die gleichen Übersetzungen verwendet hat, aber dem scheint so zu sein.

      Löschen
  4. Man muss das auch mal positiv sehen! Immerhin ist man auch 1975 noch bereit zu dienen.... (sicherlich nur 8h am Tag, mit 1/2h Pause und 30 Tagen Urlaub im Jahr...aber immerhin.)

    AntwortenLöschen