Donnerstag, 8. Oktober 2015

Der himmlischen Geheimnisse nicht genug


Wer kennt das nicht? Die fünfzehnfältigen Geheimnisse des Rosenkranzes gebetet, tja, und was dann? War's das schon? Abhilfe schafft hier, wie ich heute erst durch meinen hispanoamerikanischen Kollegen und Freund von Coelifluus gewahr wurde, der Birgitten-Rosenkranz. Und da dieser Rosenkranz Teil des Habits der Unbeschuhten Karmeliten darstellt - die hl. Teresa von Avila lernte ihn in einem Birgittinnenkloster kennen - und hiesiger Blogautor ein Faible für den Karmel hat ... soll er auch hier mal erwähnt werden.
Was ist nun anders am Birgitten-Rosenkranz, bzw. dem Kranz oder der Krone der hl. Birgitta, wie er eigentlich heißt? Gar nicht mal so viel. Dem gewöhnlichen, also dem dominikanischen Rosenkranz, werden drei Geheimnisse beigegeben:

Im den freudenreichen Geheimnissen wird als erstes Geheimnis der Unbefleckten Empfängnis gedacht. Als sechstes der schmerzhaften Geheimnissen tritt der Leib des Heilandes im Schoße seiner Mutter hinzu, als sechste Geheimnis der glorreichen Geheimnisse ist das Patronat der Muttergottes. Anstelle des Gloria Patri tritt das Apostolische Glaubensbekenntnis.
Die sich damit ergebenden sieben Pater noster versinnbildlichen die sieben Freuden und sieben Leiden der allerseligsten Jungfrau, die 63 Ave Maria jene Jahre, welche sie der Überlieferung nach auf Erden verbrachte.
Es heißt, neben dem franziskanischen Rosenkranz war diese Krone der stärkste "Konkurrent" zum dominikanischen Rosenkranz, der sich schließlich weitgehend durchsetzte.

Zwei Beiträge gab es hier schon zu Hymnen aus dem Eigenritus des Erlöserordens. Vielleicht wird es mal wieder Zeit für das ein oder andere mehr ... mir ist nämlich bis dato kaum ein schöneres Ordensbrevier unterkommen. Schön zumindest, wenn man sich nicht vor Reimoffizien und marianischem Maximalismus fürchtet.

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